Bei der Terrassenplanung auch auf das richtige Dach achten

Die Terrasse ist der Mittelpunkt des Gartenlebens. Damit man sich dort rundum wohlfühlen kann, kommt es nicht nur auf die richtige Größe und Lage an, sondern auch auf die Bepflanzung, den Sicht- und Sonnenschutz.
Viele möchten ihre alte Terrasse renovieren und verschönern oder eine neue Terrasse bauen. Dafür braucht man Zeit und Geld, aber man muss ja nicht alles auf einmal machen. Man kann Schritt für Schritt an der Gestaltung und Verschönerung arbeiten, wobei man das Vorhaben mit einer Bestandsaufnahme beginnt:

Notieren Sie, welches Material angeschafft werden soll und wie Sie die Umgebung gestalten werden. Dann macht man eine Skizze zum geplanten Endzustand.
Wer das perfekte „Wohnzimmer im Grünen“ haben will, sollte sich überlegen, in welchen Etappen das Vorhaben fertiggestellt werden kann.

Die Gestaltung der Terrasse

Zuerst der Boden: Unter die Bodenbeläge aus Holz, Keramik oder Stein gehört ein Unterbau aus Kies. Er hat einen besseren Wasserabzug als Beton, lässt sich einfacher herstellen und ist dadurch preiswerter. Das Material des Belags sollte zu Haus und Garten passen. Kleine Flächen belegt man auch mit kleineren Steinen oder Platten. Auch die Fugengröße muss zur Platte passen.
Damit Regenwasser vom Haus wegfließen kann, sollte die Terrassenfläche nach außen leicht abfallen.

Wenn genügend Platz vorhanden ist, empfiehlt es sich aus optischen Gründen, an den Rand der Terrasse einen Baum zu setzen. Beim Blick aus dem Haus verstärken sich die räumliche und die Tiefenwirkung des Gartens, wie bei einem Landschaftsfoto. Das wirkt auch interessanter, wenn im Vordergrund ein paar Zweige ins Bild ragen. Am schönsten sind Laubbäume, an denen man den Wechsel der Jahreszeiten verfolgen kann. Wie ausladend der schöne Terrassenbaum werden wird, spielt ebenfalls eine Rolle.
Schöne Proportionen erhalten kleine Gartenhäuser und kleine Gärten mit Zierkirschen, Magnolien und Scheinbuchen.
Laubbäume pflanzt man im zeitigen Frühjahr oder im späten Herbst.

Als „Garnitur“ der neuen Terrasse ist auch eine Wasserstelle wunderbar.
Sie entspannt beim Anschauen, zieht Tiere an und verbessert das Kleinklima. Sie können sich einen kleinen Teich anlegen aber auch Wasserpflanzen in einen Holzbottich setzen. Besonders dekorativ sind Quell- und Sprudelsteine sowie Springbrunnen. Aber auch eine Vogeltränke bringt Leben in die Nähe der Terrasse (Vorsicht bei Katzen!).
Die beste Zeit, um Wasserpflanzen zu setzen, ist ab Anfang Mai.

Auch der schönste Terrassenplatz wird selten genutzt, wenn es dort ständig zieht, wenn die Nachbarn in die Kaffeetassen schauen und wenn die Sonne erbarmungslos brennt.
Sicht- und Windschutz könnte zum Beispiel eine Hecke zum Nachbargarten sein, wobei für eine Schnitthecke mindestens 80 cm Platz in der Tiefe benötigt werden. Auch Holzzäune leisten gute Dienste. Sie sehen besonders dekorativ aus, wenn sich Feuerbohnen, Kapuzinerkresse, Schwarzäugige Susanne, Clematis oder andere Kletterer daran hochziehen.
Neben einer Sonnenecke, in der Sie vielleicht im Frühjahr oder Herbst gern sitzen, sollte es auch einen Schattenbereich für heiße Sommertage geben. Ein klassischer Schattenspender für einen Teil der Terrasse ist eine Holzpergola mit grünenden, blühenden Kletterpflanzen.
Holzzäune oder Pergolen können Sie zu jeder Jahreszeit bauen, wenn das Wetter es zulässt. Einjährige Kletterpflanzen sät man im Frühjahr. Mehrjährige und auch Heckenpflanzen kommen im Frühjahr oder in den Herbstmonaten in die Erde.
Ob Sie nun die vorgeschlagene Schrittfolge: Baum – Boden – Pflanzen – Wasser – Hecke – Bedachung bzw. Pergola einhalten oder diese ein wenig variieren, hängt vor allem vom Zeitpunkt des Arbeitsbeginns ab.

Gestaltungsmöglichkeiten

Eine Terrasse, die in einem schützenden Hauswinkel liegt, hat Vorteile:
Sie lässt sich in eine Sonnenzone und in einen schattigen Bereich aufteilen und ist oft auch windgeschützt.
Neben dieser Winkelform gibt es die quer gestreckte, breite Terrassenanlage. Hier kommt es darauf an, mehrere Bereiche anzulegen und dadurch Spannung zu schaffen. Beispielsweise mit einer Pergola in voller Breite, in die man ganz nach Wunsch Sonnensegel spannen kann. Besitzer einer Nähmaschine können sich ihre Sonnensegel individuell selbst anfertigen. Man muss diese Form der Überdachung nicht kaufen und kann mit dem selbst genähten Segel als teilweise Terrassenüberdachung viel Geld sparen.
Dieses Terrassendach näht man aus robustem Markisenstoff. Leichter geht es mit Spinnakertuch, Zellstoff oder Nessel, der allerdings nur einen Sommer hält.
Sonnensegel setzt man im Frühling und baut es im Herbst wieder ab.
Mit diesem mobilen Terrassendach könnte man eine Essecke oder einen Kinderspielplatz auf der quer gestreckten Terrasse schützen. Hier bieten sich auch feste Elemente, beispielsweise aus Stegplatten, zur Terrassenüberdachung an. Möglich ist auch die Verwendung von Leimholz. So ist die Aufteilung einer großen, quer gestreckten Terrasse möglich.
Leimholz oder Stegplatten können Sie auch zur Gestaltung im Wintergarten oder der größeren Terrasse im Reihenhausgarten benutzen. Diese schmale Form wird in den Garten hereinreichen. Damit aber kein allzu langer Schlauch entsteht, sollte die Fläche unterteilt werden, beispielsweise durch ein Beet oder einen Miniteich. Auch für ein partielles Terrassendach gibt es interessante Möglichkeiten.
Stegplatten aus Glas oder modernem Kunststoff, der Einsatz von Leimholz, gestaltete Übergänge zu einem Wintergarten aus Glas – der Fantasie sind beinahe keine Grenzen gesetzt.

Sonnenschutz einplanen

Beweglich oder fest – das ist die Frage, wenn es um Sonnenschutz geht: Schirme oder Markisen können schnell erneuert werden, wenn sie Ihnen nicht mehr gefallen. Massivere Anbauten sind Pergolen und Terrassenüberdachungen aus Kunststoff, Glas oder Plexiglas.

Jeder am Haus montierte Sonnenschutz ist eine optische Veränderung der Fassade. Das betrifft Terrassendächer ebenso wie einen Wintergarten.
Es sollte also eines zum anderen passen.
Wählen Sie Markisenstoffe nicht zu bunt und unruhig. Feste Anbauten sollten den jeweiligen Wohn- und Gartenhäusern angepasst werden. Ein festes Terrassendach schützt vor jedem Wetter. Vor einem Hausfenster hält diese Überdachung allerdings viel Licht ab.
Eine Pergola als Überdachung kann besonders schön mit Laub abwerfenden Pflanzen sein. Sie bieten im Sommer Schatten und lassen im Winter Licht ins Haus.
Wer sich nur von Fall zu Fall eine abgegrenzte Ecke auf der Terrasse schaffen will und wer je nach Sonnenstand mit dem Liegestuhl wandert, kann sich mit mobilen Wänden schützen. Hübsch sieht es aus, wenn Sie einen langen Blumenkasten auf Rollen setzen, darin ein Rankgitter befestigen und daran einjährige Schling- und Kletterpflanzen hochranken lassen.
Aus Holzrahmen, die mit Markisenstoff bespannt oder mit Flechtelementen verkleidet werden, lässt sich gut ein Paravent bauen.

Sicht- und Windschutz

Damit ein Rankgitter, ein Zaun oder eine Hecke auch tatsächlich zum Wind- und Sichtschutz werden, sollten sie eine bestimmte Höhe haben. Etwa 1,50 m, wenn Sie dahinter sitzen und 1,80 m, wenn Sie auch im Stehen ungesehen bleiben wollen.
Hecken sollte man nur dann pflanzen, wenn genug Platz ist und die Grenzen zum Nachbarn geregelt sind. Rankgitter und Klettergerüste schaffen Distanz, ermöglichen aber auch Durchblicke. Bis die Pflanzen hochgeklettert sind, kann man Ampeln mit Topfpflanzen zur Begrünung nehmen. Eine Kletterrosenwand ist immer noch die schönste Art, unerwünschte Einblicke zu verwehren.
Flechtwände sind ein guter Windschutz und haben eine lange Lebensdauer. Es gibt sie in verschiedenen Größen. Die Angebote kann man online vergleichen, um zu sparen. Online zu vergleichen, zu sparen und zu kaufen ist die bequemste Art zu kaufen.
Online zu vergleichen und zu sparen trifft auch auf Holzpalisaden zu. Diese sollten kesseldruckimprägniert sein. Man kann Holzpalisaden als hohen Sichtschutz kaufen, allerdings wirken sie dann oft klobig.
Mauern brauchen ein frostsicheres Fundament. Schön im Garten sind unverputzte, geschlämmte Ziegelmauern; edel ist Naturstein, der aber zum Bodenbelag passen sollte.
Ungewöhnlich und ziemlich pfiffig sind Terrassenwände aus Glas, genauer aus alten Glastüren, die zwischen Kanthölzern sitzen. Wer über solche Türen aus Glas verfügen kann (Abbruchhäuser), kann sie zur Terrassengestaltung verwenden.
Nicht aus Glas, sondern aus Markisenstoff sind Windschutzfächer. Sie sind schnell aufgeklappt und genauso fix wieder zusammengelegt. Ein solcher Fächer wird einfach am Terrassenboden angeschraubt.

Die grüne Umgebung

Pflanzen am Terrassenrand sollten nicht höher als etwa 70 cm sein. Dann können Sie noch in Ihren Garten hinein sehen. Für die Auswahl der Pflanzen empfehlen sich Früh- und Spätblüher. So haben Sie in kalten Zeiten einen schönen Gartenblick. Auch niedrige Sträucher, die eine farbenfreudige Herbstfärbung oder Fruchtschmuck vorweisen können, sind gut geeignet.
Rosen, Lobelien oder Fleißige Lieschen sind da wunderbar. Taglilien gedeihen überall und Lavendel am Terrassenrand sieht nicht nur dekorativ aus. Mit seinem Duft vertreibt er auch Ameisen, Mücken und Blattläuse.
Die Auswahl der Kübelpflanzen ist nicht nur von den Lichtverhältnissen auf der Terrasse abhängig, sondern auch vom geeigneten Winterquartier. Als Gefäße sollten Sie Holz- und Tonkübel nehmen. Kunststoff und Metall heizen sich an heißen Tagen stark auf.

Der letzte Schliff

Wenn Sie schon mal dabei sind: Kommt auch eine Terrassenheizung infrage?
Normale Gas-, Öl- oder Elektroheizungen sind für die Terrasse unwirtschaftlich, denn die Wärme verpufft im Umfeld. Anders ist das mit Infrarotstrahlern. Ihre Strahlen erzeugen Wärme nur da, wo sie auf feste Körper – beispielsweise Menschen und Pflanzen – treffen. Es gibt sie als verstellbare Standstrahler, zur Wandmontage oder zur Befestigung an der Terrassenüberdachung. Auch für den Wintergarten sind sie geeignet.
An die Beleuchtung sollten Sie ebenfalls denken. Befindet sich die Außenleuchte in unmittelbarer Nähe der Sitzplätze, werden Mücken und Fliegen schnell zu Plagen in der Sommernacht.
Praktisch auf der Terrasse ist auch eine regengeschützte Außensteckdose, die man von innen mit einem Schalter ein- oder ausschalten kann.

Die Kleinigkeiten geben der Terrasse oft den letzten Schliff. Das können besonders dekorative Gartenmöbel sein oder schön bepflanzte Schalen und Kübel. Der Miniteich im Holzkübel, die Steinsammlung in der Ecke oder ein alter Vogelkäfig geben Ihrer Terrasse den schönen, ganz persönlichen Touch.

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