Mit Aluminium die Terrasse überdachen

Die zwei Klassiker unter den Materialien für Terrassenüberdachungen, Holz und Stahl, sind nun schon etwas in die Jahre gekommen und erhalten durch Aluminium einen immer stärker in den Vordergrund tretenden Konkurrenten, gegen dessen Flexibilität und Vielseitigkeit nur schwer anzukommen ist.
Das beginnt schon beim Gewicht. Im Verhältnis des Querschnitts zur Tragfähigkeit setzt Aluminium mit neuen Profilen hierbei Maßstäbe, an die die relativ unflexiblen Materialien Stahl oder Holz nicht herankommen. Modernste Technik wie das Strangpressverfahren in Einheit mit neuen Legierungen verhelfen Aluminium zu einer unübertroffenen Steifigkeit, ohne das dabei die Vorteile der einfachen Bearbeitung und Handhabung verloren gingen. Das ermöglicht nicht nur sehr schmale Profilquerschnitte bei hoher Tragfähigkeit, zudem lässt sich das Profil so gestalten, dass beispielsweise die Anbindung weiterer Elemente wie etwa Stegplatten kein Problem darstellt. Ein weiterer Vorteil ist die eventuelle Wärmedämmung der Aluminium-Hohlprofile, wenn zu einem späteren Zeitpunkt an eine Erweiterung der Terrassenüberdachung zum Wintergarten gedacht ist.

Möglichkeiten ohne Ende

Endlose Möglichkeiten mögen etwas übertrieben sein, aber bei der Wahl der richtigen Aluminiumträger für die Terrassenüberdachung oder eventuell einem Carport sollte die Überlegung mit einfließen, dass diese vielleicht einmal zu einem Wintergarten oder einer geschlossenen Garage werden könnten. Hier bieten Aluminiumprofile die mit Abstand besten Voraussetzungen, schon heute an Morgen zu denken. Der Bausatz kann so gewählt werden, das sich weitere Profile ohne große Schwierigkeiten anfügen lassen und in kürzester Zeit wird aus einer Terrassenüberdachung ein Wintergarten, der die zur Verfügung stehende Wohnraumfläche erweitert. Noch einfacher sind die Lösungen bei Carports. Hier sind üblicherweise keine Wärmedämmungen vorgesehen, sodass sich die Auswahl in Bezug auf Muster und Farben einfach gestaltet. Womit wir bei den Farben angelangt sind.

Farbiges Aluminium

Als Teil des Hauses oder zumindest im Bereich des Hauptgebäudes sollte eine Alu Terrassenüberdachung von der Gartenhaus GmbH oder der Carport nicht nur gestalterisch, sondern zudem farblich passend sein. Die Vorstellung, das Aluminium nur Silberfarben, entsprechend seiner Oberfläche, erhältlich ist oder der Aufwand zu groß ist beziehungsweise die Farbe nicht hält, ist schon lange passé. Heute wird Aluminium auf drei verschiedene Arten farblich beschichtet:

  • Nasslackierung
  • Pulverbeschichtung
  • Eloxierung

Bei der herkömmlichen Nasslackierung wird der Untergrund zuerst entsprechend mit einem Haftgrund vorbehandelt. Genauso verhält es sich bei der Pulverbeschichtung, der in der Regel eine Chromatierung des Aluminiums vorausgeht und bei der Eloxierung wird das Material nicht nur an der Oberfläche behandelt, sondern mittels galvanischer Verfahren erfolgt ein Eindringen der Farbstoffe in die oberen Schichten des Aluminiums. Am weitaus häufigsten wird die Pulverbeschichtung angewendet, die eine farbliche Gestaltung in allen zur Verfügung stehenden RAL-Farben zulässt. Somit steht der farblichen Anpassung einer Aluminiumterrassenüberdachung an das Hauptgebäude nichts im Wege.

Stilistische Anpassung an das Haus

Natürlich wird sich der Besitzer eines Hauses im Landhausstil oder eines Fachwerkhauses schwer tun, ein solch modernes Material wie Aluminium für die Terrasse oder einen Carport zu verwenden. Es bestehen jedoch genügend architektonische Beispiele, die Aufzeigen, das ein solcher Materialmix durchaus ansprechend ist. Die Vorteile des Aluminiums in Bezug auf die Dauerhaftigkeit und Wertbeständigkeit sind einfach unschlagbar und als weiterer Vorteil sind die geringen Wartungs- und Pflegekosten zu sehen. Gerade ältere Gebäude sind im Unterhalt auch nach einer Renovierung relativ wartungsaufwendig, da ist es umso erfreulicher, wenn die Terrassenüberdachung oder der Carport das Portemonnaie entlasten.

Licht von Oben

Terrassenüberdachungen sollen ja die Terrasse oder die Veranda nicht verdunkeln, schließlich wollen Wir ja gerade in unseren Breitengraden die Sonne genießen. Wenn es dann doch einmal zu viel Sonne wird, finden sich hierzu passende Lösungen, mit denen nach Belieben Schatten produziert werden kann. Die einfachste Lösung zur Dacheindeckung sind Stegplatten aus Acrylglas, die sich über große Spannweiten verlegen lassen und sehr robust sind. Der Einbau von echtem Glas ist aber genauso eine Überlegung wert, wiederum in Hinsicht auf eine spätere Erweiterung zu einem geschlossenen Wintergarten.

Maßgeschneidert oder Bausatz?

Maßgeschneidert hört sich immer etwas sehr Teuer an, aber in Bezug auf eine Terrassenüberdachung ist es im Verhältnis zum Bausatz nicht so viel, das sich diese Investition nicht lohnen würde. Der Bausatz besitzt den Nachteil, dass die Maße der Träger vorgefertigt sind und nicht exakt den Terrassen- oder Verandamaßen entsprechen. Diese meist nur kleinen Abweichungen sind bei einer späteren Erweiterung hinderlich. Wer sich trotzdem für den Bausatz entscheidet, kann mit etwas handwerklichem Geschick und der Hilfe eines Bekannten oder Verwandten diesen durchaus selbst montieren. Als Grundausstattung sollte zumindest folgendes Werkzeug im Hobbykeller vorhanden sein:

  • Eine Schlagbohrmaschine sowie Stein- und Stahlbohrer
  • Eine Stehleiter
  • Eine lange Wasserwaage
  • Ein Schraubenschlüssel-Satz
  • Ein Maß- oder Rollband

Damit lässt sich der größte Teil aller anfallenden Arbeiten erledigen.

Reinigung und Pflege

Aluminiumträger, beschichtet oder unbeschichtet, genauso wie Stegplatten oder Glas lassen sich sehr einfach mit klarem Wasser säubern. Hartnäckigen Flecken, etwa Hinterlassenschaften der Vogelwelt, kann mit etwas Spülmittel und einer nicht zu harten Bürste begegnet werden. Sollte einmal längere Zeit keine Reinigung vorgenommen worden sein, so stellt auch der Einsatz eines Dampfstrahlers kein Problem dar.

Baugenehmigungen für Carports oder Terrassenüberdachungen

Das ist ein immerwährendes Thema, da dies nicht Bundeseinheitlich geregelt ist, sondern in die Zuständigkeit der einzelnen Länder fällt, die hierzu eine jeweilige Landesbauordnung erstellt haben. Zuständig für die Erteilung wie ebenso über Auskünfte dazu sind die lokalen Baubehörden. Das Beste ist Folglich, einen Plan oder eine kleine Skizze erstellen, in der die wichtigsten Maße und Abstände vermerkt sind. Dazu gehört die maximale Höhe der Überdachung, wie viele Quadratmeter überdacht werden und wie weit der Abstand zum nächsten Nachbargrundstück ist. Mit dieser Skizze beim zuständigen Bauamt vorsprechen und das Anliegen erklären. In den meisten Fällen ist eine bloße Überdachung wie auch ein offener Carport Genehmigungsfrei, aber dafür besteht keine Gewähr. Es ist immer von Vorteil, wenn dazu etwas Schriftliches vorliegt. Entweder in Form eines Auszugs aus der Landesbauordnung oder als Schriftstück der Baubehörde.

Wie Teuer wird der Spaß?

Jeder kennt das! Es wird gespart und im Endeffekt doppelt bezahlt, weil der extrem billige Bausatz nach relativ kurzer Zeit entweder unansehnlich oder schadhaft wurde, meist sogar beides gleichzeitig. Bei einer Terrassenüberdachung oder einem Carport handelt es sich um Material, das ganzjährig der Witterung ausgesetzt ist. Hagel, Schnee, Eis und Frost, im Sommer große Hitze, im Herbst Regen und Laub sowie Äste von umstehenden Bäumen. Holz, genauso wie Stahl, „arbeitet“ unter solchen Umständen recht stark. Das Material zieht sich zusammen und dehnt sich wieder aus, immer entsprechend der verwendeten Qualität. Das geht im wahrsten Sinne des Wortes an die Substanz. Dieses Problem hat Aluminium in weit geringerem Umfang und Rost oder Fäulnis sind so oder so Fremdwörter für das Leichtmetall.
Diese besonderen Eigenschaften wollen in der Anschaffung bezahlt sein und so kostet der Quadratmeter Terrassenüberdachung aus Aluminium im Verhältnis zu Holz oder Stahl etwa doppelt so viel. Eine durchaus lohnende Investition, denn in der Regel erfolgt die Anschaffung auf einen Zeitraum, der durchaus 2 Jahrzehnte umfassen kann. In dieser Zeit sind die Wartungs-und Pflegekosten für Aluminiumüberdachungen weit geringer als für andere Materialien, von eventuell notwendigen Neuanschaffungen ganz zu schweigen. Zudem kommt auch hier wieder der Aspekt der mühelosen Erweiterung zum Tragen, die in dieser Form nur Aluminium bieten kann.

 

 

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