Infrarotheizung - ideal für das Gartenhaus

Die Meinungen über Infrarotheizungen sind geteilt. Einige Stimmen sagen sie sei ein Stromverschwender, andere beschreiben sie als effiziente Alternative, die sowohl umweltschonend als auch kostensparend genutzt werden kann. Beide Seiten haben gerechtfertigte Argumente.  Da  sehr viele Faktoren eine Rolle spielen, kann kein allgemeingültiges Ergebnis gezogen werden.  

Eines kann allerdings festgehalten werden: Die Infrarotheizung ist eine ideale Wahl für Ihr Gartenhaus. Wieso das so ist, erfahren Sie hier.
 

Wie funktioniert die Heizung? 

Die Infrarotheizung gehört zu den Elektroheizungen, es kommen Infrarotstrahlen zum Einsatz. Diese elektromagnetische Wellen liegen oberhalb des menschlich sichtbaren Bereichs und umfassen einen Wellenlängenbereich von 3 bis 50 µm haben, der völlig gefahrlos ist. Die Technik einer Infrarotheizung ist eine vollkommen andere, als die von herkömmlichen Heizungen. Sie erwärmt nicht die Luft, sondern die angestrahlten Flächen, welche die Wärme aufnehmen um sie anschließend wieder abzugeben. Parallel dazu streicht die Luft über die aufgewärmten Gegenstände und nimmt die Wärme zusätzlich auf. (Mehr zur Technik der Infrarotheizung können Sie hier erfahren.)
 

Heizen im Gartenhaus 

Die Infrarotheizung hat besondere Vorteile gegenüber ihrer Konkurrenz, die sie perfekt für das Gartenhaus machen. Eine Zentralheizung, ob Gas oder Öl ist sehr aufwendig und teuer in der Installation. In einem Gartenhaus, welches nur selten beheizt wird, lohnt sich die Installation einer Zentralheizung nicht. Die Infrarotheizung dagegen ist günstig in der Anschaffung, benötigt keine Installation und ist platzsparend,  da sie weder Rohre noch Heizkessel benötigt. Das einzige was sie benötigt ist ein Stromanschluss. Durch die Flexibilität der Infrarotheizung kann sie sowohl drinnen als auch draußen zum Heizen genutzt werden, beispielsweise auf der Terrasse.
 
Da die Heizung über Strom betrieben wird, sind die Heizkosten im Vergleich zu anderen Heizungen (z.B. Gas) teurer. Zum Vergleich: Eine Kilowattstunde (kWh) aus Strom kostet in Deutschland zur Zeit etwa 26 bis 28 Cent, je nach Stromanbieter. Eine kWh aus Gas liegt etwa bei 6,5 Cent. Da ein Gartenhaus jedoch des Öfteren mal einige Tage oder Wochen unbenutzt bleibt, in der weder Strom noch Heizung benötigt werden, kann eine Elektroheizung hier trotzdem effizient eingesetzt werden. Die Wärme wird durch Infrarotstrahlen erzeugt, diese Strahlen erwärmen nicht die Luft (Konvektion), wie konventionelle Heizungen, sondern sie erwärmen feste und flüssige Körper. Der Raum erwärmt sich schnell, ohne große Vorwärmzeit und die Wärme verteilt sich sehr angenehm im Raum, vergleichbar mit einem Kachelofen. Die entstehende Wärme ist anders als die einer herkömmlichen Heizung, der unangenehme Staub- und Heizungsgeruch den jeder kennt bleibt weg. Die Räume sind durch die Heizung „trockener“, da die Aufnahme von Wasserdampf durch die Wände unterbunden wird. Somit dient die Heizung gleichzeitig zur Schimmelvorsorge. 
 
Es gibt die Infrarotheizung in verschiedenen Designs, die gleichzeitig als Wohnaccessoires dienen können, wie beispielsweise ein Bild oder Spiegel und das Gartenhaus auch optisch noch aufwerten. Die Montag ist sowohl an der Wand als auch an der Decke möglich. 
 

Nachteile der Infrarotheizung – Die recht hohen Stromkosten

Der grundlegende Nachteil der Infrarotheizungen sind die hohen Heizkosten. Allerdings heizen Infrarotheizungen effizienter als herkömmliche. Wer also nicht auch im Winter dauerhaft im Gartenhaus wohnt, sondern nur recht unregelmäßig heizt (im Hobbyraum, Wintergarten, Partykeller etc.) für den ist die Infrarotheizung eine passende Methode.
 
Um die volle Effizienz der Infrarotheizung zu nutzen, muss das Haus jedoch gut gedämmt sein, um mit wenig Wärme das Haus für längere Zeit zu beheizen. Da eine entsprechende Dämmung bei vielen Gartenhäusern nicht vorhanden ist, kann es zu einem erhöhten Verbrauch der Heizung kommen. Dies wäre jedoch bei jeder Form der Heizung der Fall. Ein weiterer Nachteil ist die kaum messbare Wärme, da nicht die Luft erwärmt wird. Eine konstante Wärme, die messbar ist hat in einem Gartenhaus jedoch keine hohe Priorität, da die Wärme individuell gesteuert werden kann. 
 

Technische Daten

Die Leistung der Infrarotheizung ist abhängig von der Dämmung, dem Baumaterial des Gebäudes, der Raumgröße und der Anzahl der Außenwände. Bei einem grundlegenden Dämmstandard kann ungefähr festgehalten werden, dass je nach Quadratmeter Raum ca. 100 Watt Heizleistung benötigt werden. Bei einem 10 m² Raum mit vier Außenwänden wird eine 800 Watt Heizung benötigt. Dies ist lediglich ein Richtwert, der Ihnen ermöglicht eine ungefähre Vorstellung zu bekommen. 
 

Kosten: 500 Euro + Stromkosten

Die Kosten einer Infrarotheizung variieren nach individuellem Gestaltungswunsch. Eine einfache 200 Watt Infrarotheizung kostet ungefähr 100-150 Euro. Eine 800 Watt Heizung reicht bei einem 10m² großem Raum mit vier Außenwänden aus und fängt bei 500 Euro an.
 

Fazit: Günstig in der Anschaffung – perfekt für das Gartenhaus

In Räumen, in denen selten geheizt wird, ist die Infrarotheizung eine ideale Lösung: Die Anschaffungskosten sind gering, es gibt kaum Installationsaufwand und sie heizt effizienter als andere Heizungen. Die Montage einer ganzen Gas-Heizungsanlage lohnt sich finanziell für das Gartenhäuschen nur sehr selten. Hier fallen schließlich alleine für die Anlage und die Installation schon Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro an. Die Infrarotheizung ist leicht montierbar und ist bereits für einige hundert Euro zu haben. Dadurch wird sie zu einer kostengünstigen Alternative, die durch verschiedene Designs und wenig Platzbedarf ideal in das Gartenhaus passt.
 
Tipp für Umweltbewusste: Wer seinen Strom von Energieversorgern bezieht, welche zur Produktion erneuerbare Energien verwenden, der bekommt den Betrieb der Infrarotheizung auch noch CO2-neutral.
 
 

 

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