Gartenhaus Genehmigung - das sollten Sie wissen

Das moderne Gartenhaus aus Holz kommt mittlerweile immer mehr in Mode. Besonders Häuschen mit Blockbohlenbauweise sind sehr beliebt. Da die meisten Hersteller jedoch nur das Ziel verfolgen, ihr Produkt an den Kunden zu bringen, wird nur selten darauf hingewiesen, dass man ab einer bestimmten Größe auch eine Berechtigung zum Bauen benötigt. Wer sich also vorab nicht richtig informiert und keine Baugenehmigung hat, der kann im schlimmsten Fall dazu gezwungen werden, das Haus im Garten wieder abzubauen. Aber auch wenn bei einem festen Fundament wird eine Genehmigung für das Gartenhaus benötigt.

Wofür braucht man diese Erlaubnis?

Die Erklärung ist ganz einfach. Mit einer Baugenehmigung für ein Gartenhaus kann vermieden werden, dass bereits bestehende Gartenhäuschen einfach um ein Stockwerk, eine Toilette oder etwas anderes erweitert werden können. Dadurch könnte ein Wohngebiet sehr schnell zersiedelt erscheinen und nicht mehr dem gewünschten Stadtbild entsprechen. Es kommt zudem auch darauf an, wie das Häuschen im Garten aufgestellt werden soll. Wer sein Gartenhaus nur auf den Boden stellen möchte, der benötigt keine Zulassung dafür, da es hier keine Auflagen gibt. Allerdings muss auch auf die Grundstücksgrenzen geachtet werden. Werden diese Grenzen nicht eingehalten, kann der jeweilige Nachbar dagegen vorgehen, sofern ihn das stört. Möchte man jedoch ein Fundament gießen oder Betonplatten legen und verdichten, so ist in jedem Fall eine Baugenehmigung nötig, damit es keine Probleme gibt. Und bei der Größe der üblichen Gartenhäuschen ist es sehr ratsam, dieses nicht einfach so auf die Wiese im Garten zu bauen. Schließlich möchte man auch lange Zeit Freude an seinem Gartenhaus haben und sich nicht schon nach kurzer Zeit mit Feuchtigkeit und Fäulnis am Boden des Gartenhauses auseinandersetzen. Was die Notwendigkeit eines Fundaments angeht, so entscheiden hier die Behörden der Gemeinden jeweils anders.

Wo sind Baugenehmigungen ein Muss? Und ab welcher Größe?

Die Lage bezüglich der Notwendigkeit eines Fundaments und somit auch der Notwendigkeit einer Baugenehmigung ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Deswegen möchten wir hier einige Richtlinien aufzählen. Wenn die Sachlage nicht ganz klar ist und es fest steht, dass das Gartenhaus in jedem Fall mit einem Fundament versehen werden soll, so sollte das zuständige, örtliche Bauamt aufgesucht werden. Und man sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass es nicht um die Grundfläche des Gartenhauses geht, sondern um den Raum, der umbaut wird - also das Raumvolumen. Hier einige Beispiele unterschiedlicher Städte:

In Flensburg wird ab einem Raumvolumen von 30 Kubikmetern eine Bevollmächtigung für das Bauen Ihres Gartenhäuschens nötig.

In Schwerin ist es ähnlich wie in Flensburg, mit der Ausnahme, dass Gartenhäuser in Schrebergärten schon ab 20 Kubikmetern und mit Terrasse ab 24 Kubikmetern eine Baugenehmigung brauchen.

In Konstanz wird erst ab einem Raumvolumen von 40 Kubikmetern eine Erlaubnis benötigt, in Schrebergärten allerdings schon ab 24 Kubikmetern Raumvolumen!

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