Die perfekte Dachbegrünung für das Gartenhaus

Dachbegrünung liegt im Trend. Es gilt als ökologisch sinnvoll, weil so zusätzlicher Lebensraum entsteht. Und das Dach wird zusätzlich isoliert, was besonders bei sommerlichen Temperaturen angenehm ist. Es stellt sich auch für Gartenhausbesitzer die Frage, ob eine Begrünung des Dachs sinnvoll ist und was dabei beachtet werden muss.

Ökologisch sinnvoll

Zunächst sollte klar sein, dass eine Begrünung zwar einen hervorragenden Dämmschutz bietet, aber das Dach auch zusätzlich belastet. Wer also darüber nachdenkt, das Dach zu begrünen, sollte zunächst den Hersteller fragen, unter welchen Bedingungen dies möglich ist. Denn die zusätzliche Belastung des Dachs mit einem Gewicht von 50 bis 150 kg pro Quadratmeter ist von einigen Herstellern nicht vorgesehen oder setzt eine robuste Konstruktion voraus. Außerdem führt eine Begrünung dazu, dass sich auf der Dachoberfläche Feuchtigkeit bildet, was eventuell einen zusätzlichen Schutz der Beplankung erforderlich macht.

Arten der Dachbegrünung

Gartenprofis unterscheiden zwei Varianten der Dachbegrünung. Bei der extensiven Begrünung wird eine Schicht zwischen sechs bis zwanzig Zentimeter aufgebracht, die sich für naturnah angelegte Vegetationsformen wie Moose, Kräuter, Gräser eignet. Sie gelten als pflegeleicht und sind auch begehbar. Eine intensive Begrünung dagegen ist für kleinere Gartenhäuser sicherlich ungeeignet und nur bei Dachsteigungen von höchstens drei Grad sinnvoll. Bei einer Schicht von bis zu 40 Zentimetern Dicke sind hier auch Stauden und Sträucher vorgesehen. Für die meisten Gartenhäuser in Blockdielenbauweise kann diese Art der Begrünung kaum empfohlen werden.

Aufbau

Eine Dachbegrünung besteht aus mehreren Schichten. An der unteren Seite wird die Bewuchsschicht durch ein Vlies vom vorhandenen Dach separiert. Über diese Schicht wird noch einmal eine wasserdichte Schutzfolie mit einer Haltbarkeitsgarantie verlegt, die mindestens 20 Jahre betragen sollte. Darüber kommt eine Speichermatte, die mit einer Dränageschicht kombiniert wird, damit das Wasser abfließen kann. Das Wasser wird hier sowohl gespeichert, um den Bewuchs mit Wasser zu versorgen, als auch abgeleitet. Das Vlies wiederum verhindert, dass Feinteile aus der Erde die Dränage im Lauf der Zeit verstopfen.

Für die Begrünung gibt es spezielle Erdmischungen, die eine leichte und lockere Konsistenz aufweisen. Materialien wie Lava, Bims oder Ziegelsplitt, sorgen für eine gute Belüftung und Bewässerung. Der Humusanteil beträgt lediglich 10 bis 15 Prozent. Entsprechend zu den Humusmischungen gibt es Samenmischungen, die wasserspeichernde Pflanzen und Ziergräser enthalten. Küchenschelle, Silberwurz, oder Fingerkraut und hitzetaugliche Kräuter wie Salbei, Lavendel oder Thymian schaffen einen schönen Mischbewuchs.

Pflege

Im ersten Monat sollte das begrünte Dach noch bis zu viermal gegossen werden, um das Anwachsen zu fördern. Ein bis zwei Mal pro Jahr sollte das Unkraut gejätet werden. Auch Baumsamen oder andere Pflanzen, die zu schwer sind oder den Bewuchs mit den Saatpflanzen beeinträchtigen, müssen regelmäßig entfernt werden. Systeme für die Gartenbaubegrünung werden sowohl im Gartenbaumarkt als auch von Gärtnereien angeboten.

Ob eine Begrünung sinnvoll ist, hängt nicht allein von der Konstruktion des Gartenhauses und der Größe und Neigung der Dachfläche ab. Auch die Gewährleistung der regelmäßigen Pflege des Bewuchses und die Lage des Hauses sind dabei zu beachten. Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, sollte sich an einen Gärtner wenden und vorher den Hersteller konsultieren.

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