Das Gartenhaus fit für den Frühling machen

Mit dem Frühling geht auch der Frühjahrsputz einher. Was für Haus und Wohnung selbstverständlich ist, sollte auch für den Garten gelten. Insofern sollte die Gartenanlage und das Zubehör einer umfassenden Inventur unterzogen werden. Vor allem Gartenhäuser sind unabhängig von ihrem Verwendungszweck, wie kleine Wohnungen zu betrachten. Daher freuen Sie sich, wenn im Frühling etwas Sonderpflege auf dem Programm steht. Ein gesundes und gut gepflegtes Gartenhaus hält dementsprechend länger und bereitet dem Inhaber somit viel Freude. Wie es bei Wohnung oder Haus üblich ist, so sollte auch der hölzerne Pavillon planerisch verjüngt werden.

Frühjahrsputz im Gartenhaus: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Bevor die eigentlichen Renovierungs-und Erneuerungsarbeiten beginnen können, sollten Eigentümer zunächst eine Bestandsaufnahme von ihrem Gartenhaus machen. Jedes Holzhaus sollte unbedingt gegen Sturm- und Feuerschäden versichert werden, insofern dem Inhaber etwas an dem Haus und seinem Inhalt liegt. Generell ist es ratsam, das Haus auch während der Herbst- und Wintertage ausreichend zu belüfteten, da sich ansonsten Schimmel in dem Holz bilden kann. Insoweit beginnt der Frühjahrsputz im Gartenhaus mit einer Schadensaufnahme. Werden hingegen keine Schadensfälle registriert, so kann der Inhaber direkt zum nächsten Schritt übergehen. Es ist für ein Gartenhaus immer wichtig, im Gleichgewicht zu stehen. Daher sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob das Haus auch tatsächlich waagerecht und fest steht. Die Kontrolle kann mit einer herkömmlichen Wasserwaage vorgenommen werden. Niemals sollten die Wände mit schweren Gegenständen belastet werden, da sich ansonsten Verformungen an der Konstruktion ergeben könnten. Heiße Gegenstände, die beispielsweise ein zuvor genutzter Grill oder auch Gartenfackeln, sollten selbstverständlich vom Holz ferngehalten werden. Auch im Frühjahr können Stürmer dem Gartenbesitzer das Leben schwer machen. Daher sollten bei einem Sturm nicht nur Türen und Fenster ständig geschlossen sein, sondern die Sturmverankerung zuvor auch kontrolliert worden sein. Hier ist regelmäßige Kontrolle besser als Nachsicht, da das Holz auch in seiner neuen Form weiter arbeitet. Sobald die Temperaturen wärmer werden, können die eigentlichen Arbeiten damit beginnen.

Schritt 1: Die Außenfassade

Die Reinigung beginnt bei einem Gartenhaus immer von der Außenseite nach Innen. Wer mühelos sein gesamtes Dach überblicken kann, sollte als erstes Blätter sowie andere Überreste der vorangegangenen Jahreszeiten entfernen. Andernfalls bleibt es leider nicht aus, dass der Inhaber das Dach mit einer Leiter besteigt. Es ist wichtig, dass sämtliche Überreste entfernt werden, da sie erschwerend auf die Dachkonstruktion einwirken können. Im schlimmsten Fall droht dem Gartenhaus damit ein Desaster, das mit dem Einsturz des Daches ein unliebsames Ende nehmen könnte. Das Dach und sie Dachpappe sollten allerdings nicht bei vollem Sonnenschein betreten werden. Ansonsten könnten sich auf dem Untergrund Fußabdrücke festsetzen. Damit ist der erste Schritt abgeschlossen.

Schritt 2: Das Ausmisten

Der Frühling ist bekanntlich die optimale Jahreszeit, um sich von manchen Gegenständen zu trennen. Doch auch eine Neuordnung sorgt für ein harmonisches Lebensgefühl. Aus diesem Grund sollten nunmehr alle Gegenstände, die sich im Inneren des Holzhauses befinden, herausgenommen werden. Dabei ist wiederum auf mögliche Schäden oder Schimmelbefall zu achten. Wurde das Haus von seinem Inhalt befreit, kann unter Umständen eine neue Anordnung überlegt werden. Diese sollte der Eigentümer in einer Skizze festhalten, damit es nach dem Frühjahrsputz umso schneller gehen kann.

Schritt 3: Ein hölzernes Pflegebad

Im nächsten Schritt wird das Holzhaus schlussendlich fit für den Frühling gemacht. Mit einer optimalen Holzpflege kann die Lebensdauer der Blockhütte deutlich verlängert werden. Dementsprechend müssen alle Holzelemente mit einer besonderen Pflegeeinheit bedacht werden. Deswegen ist Schritt 2 unerlässlich, da er Freiräume schafft, so dass auch versteckte Holzelemente nunmehr sichtbar werden. Holz ist ein organischer und arbeitender Rohstoff. Daher braucht das kostbare Gut besonderen Schutz. Das Gartenhaus ist extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt, die durch UV-Strahlung, Feuchtigkeit oder auch durch mikrobiologische Einflüsse sichtbar werden. Derartige Effekte können im schlimmsten Fall zum Quellen sowie Schrumpfen der Holzstruktur beitragen. Es ist mithin wichtig, dass der Holzschutz die Feuchtigkeit reguliert, ohne dass das Holz an seiner Atmung gestört wird. Die ölige Schutzflüssigkeit sollte das Holz ferner elastisch und wetterbeständig machen. Derartige Hinweise sollten schon vor dem Kauf vom Eigentümer beachtet werden. Andernfalls erhält das Gartenhaus keinen optimalen Pflegeschutz. Zunächst sollten die Holzteile mit einer Grundierung eingependelt werden. Dies schützt gegen Bläue, Pilze aber auch Schimmel. Anschließend erfolgt eine zweite und auch dritte Behandlung. Dabei wird eine farbige Lasur, die einen hohen UV-Schutz garantiert, auf die Holzflächen aufgetragen. Insofern die kalten Wintertage lediglich eine leichte Verwitterung am Holz hinterlassen haben, kann die erste Behandlung ausfallen. Leicht verwittertes Holz benötigt noch keine neue Grundschicht. Schädlich ist es allerdings auch nicht. Ist hingegen die Farbe in großen Teilen abgeblättert, muss das Holz unbedingt geschliffen und sodann von Grund auf behandelt werden. Kleiner Tipp: Farblose oder auch nur leicht gefärbte Lasuren sowie Beize garantieren keinen hohen UV-Schutz. Daraus ergibt sich, dass der Schutz umso besser gewährleistet werden kann, desto dunkler die Farbe der Lasur schlussendlich ist. Die Lasurbehandlung sollte jedenfalls dann noch einmal wiederholt werden, wenn das Holz zu schwitzen beginnt. Der Innenteil der Hausanlage sollte mit einer speziellen Innenlasur bearbeitet werden. Damit ist das Pflegebad für das Gartenhaus beendet. Nunmehr können Verschönerungsarbeiten in Angriff genommen werden.

Schritt 4: Aus Alt mach Neu

Da das Gartenhaus schon einmal leergeräumt wurde, die Holzwände und Böden sowie Decken gestrichen wurden, können nunmehr einige Schönheitsreparaturen folgen. Zunächst sollten die Eckverbindungen der Holzanlage untersucht werden, da diese aufgrund der ungünstigen Witterungsverhältnisse besonders anfällig für Risse sind. Sobald sich solche gebildet haben, kann Wasser und Feuchtigkeit in den Innenraum eintreten. Um dem entgegenzuwirken, sollten die Verbindungen von außen mit Silikon abgedichtet werden. Es ist unerlässlich, dass das Gartenhaus regelmäßig gelüftet wird. Das bedeutet, dass auch im Winter eine gute Belüftung nur dann gewährleistet ist, wenn Fenster und Türen geöffnet werden. Das Türschloss sollte ferner einmal pro Jahr mit einem Graphitpulver behandelt werden. Insofern das Haus über Fenster verfügt, sollten diese nunmehr gereinigt werden. Kunststoffscheiben sollten nur mit Wasser und Seife behandelt werden, von scharfen Reinigungsmitteln ist dagegen Abstand zu nehmen. Nachdem das Gartenhaus auch von den letzten Spinnenweben befreit wurde, kann das Einräumen beginnen. Die Renovierung hat mithin den Vorteil, dass Geräte sowie andere Gegenstände neu sortiert werden können. Dies schafft nicht nur Übersicht, sondern auch mehr Platz im Innenteil. Damit ist die Renovierung und Instandsetzung des Gartenhauses abgeschlossen, der Frühjahrsputz ist beendet. Im Regelfall hat der Eigentümer nunmehr wieder ein Jahr Zeit, bis die Aufräumarbeiten von vorne beginnen. Um einen optimalen Schutz zu gewährleisten, kann das Haus, sobald sich die kalte Jahreszeit nähert, winterfest gemacht werden. Dazu werden die Holzflächen wiederum mit hochwertiger Farbe oder Lasur eingestrichen. Damit wird das Gartenhaus vor allem vor Wasserschäden ideal geschützt. In diesem Zusammenhang sollte noch einmal über einen entsprechenden Versicherungsschutz nachgedacht werden, der das Gartenhaus gegen Wasserschäden oder andere Schadensfälle absichert. Verfügt die Anlage über Wasserleitungen, so sollten diese unbedingt abgestellt und entleert werden, bevor der erste Frost über die Landschaft einher bricht. Dauerhaft geheizt werden muss das Haus zwar nicht, allerdings ist die Wärmezufuhr dann hilfreich, wenn Gartenpflanzen im Gartenhaus verwahrt werden sollen. Empfehlenswert sind Elektroheizungen, da sie die Anlage mit konstant mit Wärme versorgen. Während der Wintermonate sollte das Dach regelmäßig von Neuschnee befreit werden, da sich die Schneemassen negativ auf das Dach auswirken können. Ebenso sollte der Schnee von den Wänden der Holzanlage entfernt werden, da ansonsten Feuchtigkeit in den Innenteil eindringen kann. Wurde das Gartenhaus mit schönen Pflanzen verziert, sollten diese sowohl im Frühjahr als auch im Herbst bei Bedarf zurückgeschnitten werden.

Wenn Ihnen diese Seite gefällt, würden wir uns freuen, wenn Sie uns weiterempfehlen: